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CDU-Landtagsabgeordnete Moesta, Moskopp und Welling: Drohender Ärztemangel seit Jahren bekannt

Land muss dringend eine zweite medizinische Fakultät einrichten und so mehr Studienplätze schaffen

Die CDU-Landtagsabgeordneten Anette Moesta, Peter Moskopp und Torsten Welling mahnen Maßnahmen zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im Landkreis Mayen-Koblenz an. Seit Jahren stellt die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion im Landtag hierzu regelmäßig Anfragen an die Landesregierung, u.a. zur Altersstruktur der Hausärzte, zuletzt in einer Großen Anfrage Ende 2021. Zwar hat die Landesregierung das Problem jahrelang ignoriert, inzwischen ist aber allgemein bekannt, dass der Großteil der Hausärztinnen und Hausärzte in den kommenden Jahren ins Rentenalter kommt: In ganz Rheinland-Pfalz sind gut 40% von ihnen 60 Jahre und älter, in Mayen-Koblenz stellt sich die Situation noch deutlich dramatischer dar.


Aus den Antworten der Landesregierung auf sog. Kleine Anfragen der drei Mayen-Koblenzer CDU-Abgeordneten vom Mai dieses Jahres geht hervor, dass aktuell der weit überwiegende Teil der zugelassenen Hausärztinnen und -ärzte über 55 Jahre alt ist – 19 % sind im Alter von 55 bis 59 Jahren, 49 % und damit beinahe die Hälfte (!) sind älter als 60 Jahre (davon 13 % sogar bereits älter als 70). Zusammen sind somit 68 % aller Hausärztinnen und -ärzte über 55 Jahre. Nur 2 % der Hausärzte sind höchstens 40 Jahre alt, weitere 17 % im Alter von 41 bis 50 Jahre.

Für die Abgeordnete Anette Moesta nicht überraschend: „Die Probleme sind seit Jahren bekannt, aber die Landesregierung verschließt die Augen. Es ist naheliegend, dass eine Ärztin, die heute 61 Jahre alt ist, in zehn Jahren dann über 70 sein wird und mit erheblicher Wahrscheinlichkeit nicht mehr praktiziert.“ Daher bekräftigt Moesta die langjährige CDU-Forderung, mehr Medizinerinnen und Mediziner auszubilden: „Das Land hätte längst deutlich mehr Studienplätze schaffen müssen, es gibt nur ca. 450 Studienplätze pro Jahr. Und obwohl viele junge Menschen gerne Medizin studieren würden, erhalten sie keinen Studienplatz. Das passt überhaupt nicht zusammen.“


Selbst wenn Kommunen noch so attraktive Rahmenbedingungen schaffen würden - wenn zu wenig ärztlicher Nachwuchs ausgebildet würde, ist er eben nicht vorhanden. Torsten Welling schlussfolgert: „Wenn die Universitätsmedizin in Mainz an ihre Kapazitätsgrenzen stößt, dann brauchen wir eben eine weitere Fakultät, die die entsprechenden Studienplätze bereitstellen kann. Andere Bundesländer in vergleichbarer Größe haben längst eine zweite oder sogar dritte Medizinische Fakultät.“


Allerdings verzeichnen wir für den Bereich Weißenthurm/Untermosel bereits nur noch einen hausärztlichen Versorgungsgrad von 90,1%, was sich zuerst zu Lasten des ländlichen Raumes auswirkt.“ Peter Moskopp fasst zusammen: „Die gesamte Entwicklung ist mehr als nur besorgniserregend. Die Landespolitik muss endlich wirkungsvolle und zukunftsgerichtete Maßnahmen ergreifen!“


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