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„Pietät und Würde müssen im Bestattungsgesetz Vorrang haben“

  • Autorenbild: Torsten Welling
    Torsten Welling
  • 24. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Im Gesundheitsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz fand nun das Anhörverfahren zum neuen Bestattungsgesetz des Landes statt. Der örtliche Landtagsabgeordnete Torsten Welling bewertet die Vorschläge der Landesregierung kritisch und fordert einen klaren Fokus auf pietätvolle und würdige Rahmenbedingungen für Angehörige.


„Bestattungen gehören zu den sensibelsten Bereichen unseres Lebens. Wenn Familien Abschied von einem geliebten Menschen nehmen, brauchen sie Halt, Orientierung und feste Orte der Erinnerung“, erklärt Welling. Gerade im ländlich geprägten Raum rund um Mayen, das Maifeld, die Vordereifel und das Rhein-Mosel-Gebiet spielten gewachsene Traditionen, Dorfgemeinschaften und die örtlichen Friedhöfe eine zentrale Rolle.


Welling warnt davor, dass eine zu weitgehende Aufweichung der bestehenden Regelungen zu Lasten dieser Strukturen gehen könnte: „Nicht alles, was unter dem Schlagwort Modernisierung verkauft wird, ist auch ein Gewinn für die Menschen. In diesem Bereich geht es nicht um Trends oder maximale Individualität, sondern um Würde, Verlässlichkeit und Orte, die über Generationen Bestand haben.“


Der Abgeordnete betont, dass alternative Bestattungsformen wie Seebestattungen oder Bestattungen im Wald längst möglich seien und auch genutzt würden. Die vollständige Aufgabe der Friedhofspflicht hält er jedoch für falsch: „Unsere Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer, sondern Orte der Geschichte und des Zusammenhalts. Sie auf lange Sicht zu schwächen, wäre ein großer Verlust – insbesondere für unsere Gemeinden im Wahlkreis.“

Auch die Rückmeldungen der bei der Anhörung beteiligten Kirchen, Verbände und Institutionen seien eindeutig kritisch ausgefallen, so Welling: „Der deutliche Widerspruch zeigt, dass der vorliegende Entwurf in vielen Punkten nicht zu Ende gedacht ist. Die Landesregierung sollte dieses Signal ernst nehmen.“


Welling kündigt an, die Anliegen der Kommunen und Bürgerinnen und Bürger seines Wahlkreises weiterhin eng in die Beratungen einzubringen: „Mir ist wichtig, dass die Menschen in unserer Region auch künftig würdevoll Abschied nehmen können – in Strukturen, die ihnen vertraut sind und die ihnen Halt geben.“


 
 
 

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